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3 Fragen an: Stefan Röbel - Head of Logistics EU bei Asos

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Fahion & Lifestyle Interview - 3 Fragen an Stefan Röbel - Head of Logistics EU bei Asos

 

Erstmalig werden mit dem LogiVisor Award die besten Kontraktlogistikdienstleister Deutschlands am 05.06.2019 in insgesamt vier Branchen gekürt. Die Bewertung hat die Branchen-Jury, ein Team aus erfahrenen Entscheidern bekannter Unternehmen übernommen. Im Interview zur Branche "Fashion & Lifestyle" haben wir Stefan Röbel, Head of Logistics EU bei Asos, eingeladen. Im Interview erfahren Sie, mit welchen Herausforderungen die Hersteller sowie der Handel zu kämpfen haben und welche wichtige Rolle Logistikdienstleister bei der Bewältigung dieser Probleme haben.

Wie hat sich die Mode- und Lifestyle-Branche in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Was für Anforderungen an Hersteller und Handel haben sich daraus ergeben?

Die Branche hat sich deutlich hin zum Onlinegeschäft entwickelt. Das hat zur Folge, dass das Ladengeschäft weiter an Boden verliert. Der Onlinevertrieb hat sich grundlegend gewandelt: Dank Augmented Reality können Kunden über eine App sehen, wie die Kleidung am eigenen Körper sitzt. Das macht die physische Anprobe vor Ort – lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels – nahezu überflüssig. Die neuen technischen Lösungen bremsen zudem einen zentralen Kostentreiber des E-Commerce: Weniger Retouren machen das Geschäft im Internet noch attraktiver. Gleichzeitig müssen die Hersteller immer mehr Daten zum Verhalten der Kunden auswerten, um möglichst viel über ihre Interessen zu erfahren. Ich bin mir sicher, dass sich Firmen, die sich verstärkt auf die Analyse von Algorithmen durch Künstliche Intelligenz verlegen, als Gewinner der kommenden Jahre hervorgehen werden.

Bei welchen Anforderungen des Marktes muss die Branche noch mehr tun? Wie können Logistikdienstleister der Industrie helfen, bei den Verbrauchern zu punkten?

Die Nachhaltigkeit ist das große Thema, das die Modelwelt noch mehr beschäftigen wird. Baumwolle aus ökologischem Anbau ist da erst der Anfang. Der schonende Umgang mit Umwelt und Ressourcen wird künftig vom Verbraucher entlang der gesamten Supply Chain gefordert sein: von CO2-neutralen Rohstoffen und Produktionsstandorten bis hin zu klimaschonenden Warenhäusern. Dabei spielen auch Müllvermeidung und Recycling eine große Rolle. Indem Logistikdienstanbieter konsequent auf Nachhaltigkeit setzen, haben sie die große Chance, auf den Zug aufzuspringen.

Was erwarten Sie für die Zukunft für Entwicklungen im Zusammenspiel der Modebranche mit der Logistik?

In Zukunft wünsche ich mir gerade bei der Nachhaltigkeit mehr Mut. Ich hoffe, mit der Vergabe des Logivisor Award können wir viele Akteure ermutigen, sich an mehr ökologische Lösungen heranzuwagen. Das beginnt schon im Kleinen: etwa bei der Wand- und Dachbegrünung von Logistikanlagen, oder der Regenwasserrückgewinnung.

 

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