Das Hochregallager – die Stütze der Logistikimmobilie

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Was ist ein Hochregallager?

Ein Hochregallager (HRL) ist ein Lagersystem, das aufgrund der verwendeten hohen Regale ein großes Lagervolumen und eine hocheffiziente Raumnutzung ermöglicht. Die Kapazitäten von Hochregallagern reichen dabei von einigen Tausend Palettenstellplätzen bis hin zu mehreren Hunderttausend. In einem Hochregallager können sowohl Flachgüter als auch Langgüter aufbewahrt werden.

Die Intralogistik in Hochregallagerimmobilien ist meistens von einem hohen Automatisierungsgrad bestimmt. Dabei werden die gelagerten Güter von elektrischen Regalbediengeräten (RBG) befördert.

Zumeist werden Hochregallager mittels einer Stahlkonstruktion errichtet, allerdings gibt es auch welche in Holzbauweise. Oftmals werden sie in Silobauweise geplant. In diesem Fall stellen die Regale selbst die tragende Unterkonstruktion für das Dach und die Fassade dar.

 

Wie hoch ist ein Hochregallager?

Die Regalhöhen eines Hochregallagers beginnen bei zwölf Metern und erreichen eine Maximalhöhe von derzeit etwa fünfzig Metern. Aus technischer Perspektive ließen sich sicherlich auch noch höhere Regalsysteme entwerfen, allerdings gibt es auch gesetzliche Beschränkungen und sicherheitsbestimmende Vorgaben.

 

Arten von Hochregallagern

  • Paletten-Hochregallager:
    Ein Paletten-Hochregallager dient der Lagerung von palettierten Stückgütern. Es handelt sich um die geläufigste Art des Hochregallagers und wird meistens in Silobauweise errichtet. Das bedeutet, dass die Regale gleichzeitig die stützende Konstruktion des Gebäudes bilden.
  • Kanallager
    In einem Kanallager werden mehrere Ladeeinheiten hintereinander in Kanälen auf speziellen Profilen gelagert. Die Ladeeinheiten werden mittels autonomer, kabelgebundener oder batteriebetriebener Kanalfahrzeuge ein- und ausgelagert.
  • Stollenlager
    Bei einem Stollenlager sind Laufgänge in den Lagerstahlbau für eine manuelle Kommissionierung integriert. Diese Art von Lager wird oft im Zusammenspiel mit Bahnhofskommissionierungen und bei langsam wechselnden Artikeln verwendet.
  • Einbaulager
    Bei einem Einbaulager werden in bereits bestehende Gebäude und Hallen Lagerflächen individuell eingepasst. Solche vorhandenen und bisher anders genutzten Flächen bieten oft eine gute Anbindung an die Bereiche Produktion und Versand.

 

Aufbau eines Hochregallagers

Lagerbereich: Der Lagerbereich dient der Aufbewahrung der Waren, Güter und Rohstoffe. Der Bereich setzt sich aus mehreren Regalreihen zusammen, zwischen denen sich jeweils eine Gasse befindet. In den Gassen arbeiten die Regalbediengeräte (RBG), welche die Waren in die Regale ein- und daraus auslagern. Solche Bediengeräte sind meistens an ein Schienen- oder Induktionssystem gebunden und können sich daher nur in Längsrichtung der Gasse bewegen.

Vorzone: Jedes Hochregallager verfügt über einen Zufuhr- beziehungsweise Eingangsbereich. Dieser wird genutzt, um angelieferte Waren von den Regalbediengeräten abholen und einlagern zu lassen. Analog funktioniert der Auslagerungsbereich, in welchem die Regalbediengeräte Waren nach dem Auslagern zur Abholung bereitstellen.

Kontrollpunkt: In einem Hochregallager werden an einem Kontrollpunkt (K-Punkt) die Kenndaten der Ware erfasst. Dies bedeutet eine Prüfung hinsichtlich der korrekten Ausführung eines Auftrags, also ob die richtige Ladeeinheit aus- beziehungsweise eingelagert wird.

Identifikationspunkt: An einem Identifikationspunkt (i-Punkt) werden Daten sowie Menge, Größe, Farbe und Gewicht der einzulagernden Ware erfasst. Danach werden diese Informationen an ein Datenerfassungssystem weitergegeben.

 

Vor- und Nachteile eines Hochregallagers

 Vorteile:

  • Optimale Platzausnutzung innerhalb der Hallen
  • Weniger benötigte Grundfläche bei hohen Lagersystemen
  • Effiziente Logistik dank Einbindung vollautomatisierter Verwaltungssysteme
  • Minimierung der Transportschäden und anderer Fehler durch das Einsetzen von Maschinen
  • Einsparung von Lagerkosten, denn durch eine automatisierte Intralogistik wird der Personalbedarf in der Verwaltung des Lagers deutlich reduziert.

Nachteile:

  • Geringe Flexibilität hinsichtlich des systematischen Ablaufs
  • Umbauten von großen Hochregallagern sind teuer und zeitaufwendig
  • Bau und Betrieb eines solchen Lagers sind kostenintensiv
  • Betrieb eines Hochregallagers lohnt sich meist nur bei voller Auslastung

 

Insgesamt überwiegen also die Vorteile. Vor allem in einer Zeit, in der Logistikflächen immer knapper werden, eigenen sich diese platzsparenden Immobilien besonders. Denn die relativ hohen Investitions- und Baukosten eines Hochregallagers werden etwas abgefedert durch die niedrigeren Kosten für kleinere Grundstücke im Gegensatz zu anderen Logistikimmobilien, die mehr Fläche benötigen. Die hohen Kosten für Hochregallager sorgen wiederum dafür, dass sie nie spekulativ, sondern stets auf genaue Kundenbedürfnisse zugeschnitten entwickelt werden.

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