Kommissionierung in der Logistik: Warum ist es so wichtig?

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Was bedeutet Kommissionierung?

Die Kommissionierung ist eine der wichtigsten Aufgaben im gesamten logistischen Prozess. Hierbei werden Waren für die Auslieferung beziehungsweise den Versand zusammengestellt und für den Weitertransport vorbereitet. Es ist also wichtig, in diesem Schritt alle Vorgaben hinsichtlich der Art der Waren und der Mengen sowie die zeitlichen Bestimmungen einzuhalten, damit alle Folgeprozesse nicht beeinträchtigt werden.

 

Kommissionierung – Definition

Das Kommissionieren umfasst das Zusammenstellen von Teilmengen (Waren/Artikeln) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment). Dies erfolgt entweder nach eingegangenen Kundenaufträgen oder bei Produktionsaufträgen. Das Zusammenstellen der Teilmengen für Kunden kann sowohl auftragsbezogen als auch auftragslos erfolgen. Dies nennt man einstufige oder mehrstufige Kommissionierung und steht in Abhängigkeit zum jeweiligen Kunden. Zusätzlich wird die einstufige Kommissionierung nach Einzelaufträgen und Auftragsserien unterschieden.

 

Was ist ein Picker/Greifer?

Der Kommissionierungsauftrag wird in Form von Picklisten oder elektronisch übermittelt. Empfänger und Bearbeiter dieser Aufträge ist der Kommissionierer, der auch als Picker oder Greifer bezeichnet wird. Der Kommissionierer ist stets für die Durchführung des gesamten Auftrags zuständig. Im Falle einer mehrstufigen Kommissionierung werden die Aufträge jedoch in Teilaufträge unterteilt und von mehreren Kommissionierern abgewickelt.

 

Die verschiedenen Prozesse in der Kommissionierung

Es gibt drei Arten von Kommissionierungsaufträgen: die einstufige parallele Kommissionierung, die einstufige serielle Kommissionierung sowie die zweistufige Kommissionierung.

 

  • Einstufige parallele Kommissionierung:

Bei der parallelen Kommissionierung wird ein Auftrag in mehrere Teilaufträge unterteilt und in verschiedenen Lager- beziehungsweise Kommissionierzonen gleichzeitig bearbeitet. Sobald alle einzelnen Teilaufträge erledigt sind, werden sie an einer Sammelstelle wieder zu einem Gesamtauftrag zusammengeführt.

 

  • Einstufige serielle Kommissionierung:

Bei einer seriellen Kommissionierung werden Bestellpositionen nach Aufträgen geordnet nacheinander in Lagerzonen abgearbeitet. Es gibt entweder einen Kommissionierer, der alle Lagerzonen durchläuft, oder der Auftrag wird von einem Picker einer bestimmten Zone an einen nächsten in einer anderen Zone weitergegeben.

 

  • Zweistufige Kommissionierung:

Bei der zweistufigen Kommissionierung werden mehrere Aufträge zu einem Gesamtauftrag zusammengefasst. Diesen Gesamtauftrag nennt man auch Kommission. In dieser Bündelung wird dann in einem zweiten Schritt Artikel orientiert kommissioniert und später auftragsorientiert gepackt. Es werden also der Prozess der Entnahme sowie die Zusammenstellung von Kundenaufträgen getrennt voneinander abgewickelt.

Durch eine mehrstufige Kommissionierung wird oftmals ein deutlich besserer Wirkungsgrad als bei einer einstufigen Kommissionierung erzielt. Durch den Wegfall des spezifischen Auftragsbezugs im ersten Schritt kann der Füllgrad der einzelnen Lagereinheit (Kommissionierbehälter) wesentlich erhöht werden. Somit werden mittels einer Kommission mehrere Tausend Artikel umverteilt.

 

Kommissionierzeit

Der gesamte Prozess der Kommissionierung wird durch die Kommissionierzeit gemessen. Von dieser ist abhängig, wie schnell ein Kunde beziehungsweise eine andere Abteilung die gewünschten Artikel erhält. Der gesamte Prozess der Kommissionierung wird durch die Kommissionierzeit gemessen. Von dieser ist abhängig, wie schnell ein Kunde beziehungsweise eine andere Abteilung die gewünschten Artikel erhält.

Die Kommissionierzeit wird folgendermaßen berechnet:

Basiszeit + Wegzeit + Greifzeit + Totzeit + Verteilzeit = Kommissionierzeit

  • Die Basiszeit umfasst die organisatorischen Tätigkeiten vor und nach der Kommission.
  • Die Basiszeit umfasst die organisatorischen Tätigkeiten vor und nach der Kommission.
  • Die Wegzeit ist die Dauer des Wegs zwischen zwei Entnahmen und macht meistens den größten Anteil an der Kommissionierzeit aus. 
  • Die Greifzeit (Entnahmezeit, Pickzeit) zeigt, wie lange es dauert, die Artikel aus dem Regal zu nehmen und in den Behälter zu legen.
  • Mit der Totzeit wird die Dauer von Nebentätigkeiten des Prozesses angegeben, beispielsweise den Lagerplatz des Artikels suchen oder auch Kontrollen, Zählungen und Beschriftungen.
  • Zeiten, in denen nicht produktiv gearbeitet wird (kurze Pausen etc.), werden in der Verteilzeit zusammengefasst.

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