Große Vielfalt, große Herausforderung – Verpackungsarten in der Logistik

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Eine Verpackung wird definiert als eine ein- oder mehrfach vorgenommene Umhüllung eines Produkts. Diese dient dem Schutz, der Einteilung, der Lagerung, dem Transport sowie der Vermarktung von Waren. Besonders im Onlinehandel sind Verpackungen wichtig, damit Produkte unbeschadet und frisch (Lebensmittelhandel) von den Lagerhallen der Unternehmen zu den Käufern transportiert werden können.

Welche Branche sich mit Fragen des korrekten Verpackungssystems beschäftigt und welche Verpackungsarten es gibt, erfahren Sie hier in unserem Blog.

 

Verpackungslogistik

Der Teilbereich des logistischen Prozesses, welcher sich mit dem Verpacken von Waren beschäftigt, nennt man Verpackungslogistik (engl: packaging logistics). Die Verpackungslogistik ist ein Bindeglied zwischen der Produktion und der Distribution. Sie befasst sich sowohl mit den Verpackungsmaterialien als auch mit der Organisation der Verpackungsprozesse. Durch eine effiziente Durchführung beider Bereiche gibt es ein enormes Einsparpotenzial für Unternehmen. Zum einen betrifft das den Zeitaufwand für das Ein- und Auspacken von Waren. Zum anderen können auch Lagerkosten gesenkt werden, wenn durch das richtige Verpackungssystem der vorhandene Raum optimal ausgenutzt wird. Transportkosten können ebenfalls mittels Verpackungssystem verringert werden, indem beispielsweise jeder Transport optimal ausgelastet ist und keine unnötigen Leerfahrten entstehen. Letztlich wird auch die Umwelt durch eine geringere Zahl von Transportfahrten geschont.

 

Verpackungssysteme

Innerhalb der Verpackungslogistik kommen diverse Verpackungssysteme zum Einsatz. Diese bestimmen vor allem die intralogistische Organisation von Waren und Rohstoffen innerhalb einer Lagerhalle.

  • Eine Primärverpackung steht in direktem Kontakt mit dem Produkt. Diese Verpackung erhält auch der Konsument.
  • Die Sekundärverpackung umhüllt mehrere Primärverpackungen und berührt das Produkt nicht.
  • Eine Palette oder ein Container mit mehreren Primär- oder Sekundärverpackungen stellt die Tertiärverpackung dar.
  • Eine Verpackung, die mehrere Primärverpackungen schützt oder präsentiert, nennt man
  • Die Industrieverpackung oder Transportverpackung soll die effiziente Produktion und Distribution der Waren gewährleisten.
  • Nach dem Auspacken eines Produkts fällt Verpackungsmaterial oder auch eine gebrauchte Verpackung

 

Wichtig: Ein Verpackungssystem ist nicht gleich Verpackungsart. Verpackungsarten beschreiben die im Handel eingesetzten Produktumhüllungen (also vor allem Primärverpackungen), während Verpackungssysteme unternehmensinterne Lagerungsmöglichkeiten beschreiben.

 

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  • Eine Verpackung, die mehrere Primärverpackungen schützt oder präsentiert, nennt man Gruppenverpackung.
  • Die Industrieverpackung oder Transportverpackung soll die effiziente Produktion und Distribution der Waren gewährleisten. 
  • Nach dem Auspacken eines Produkts fällt Verpackungsmaterial oder auch eine gebrauchte Verpackung an.

 

 

Verpackungsarten

Verpackungsarten sind Verpackungen, die uns tagtäglich begegnen und welche wir jeden Tag in der Hand halten, öffnen und in den meisten Fällen auch wieder wegwerfen. Es handelt sich um Verpackungen, in denen sich die Produkte befinden, welche in Supermärkten und anderen Geschäften verkauft werden. Da immer öfter Waren online bestellt werden, bekommen wir auch eine bestimmte Verpackungsart, die Versandverpackung, direkt an die Haustür geliefert.

Die wichtigsten Verpackungsarten sind folgende:

  • Produktverpackungen
    • sind die häufigste Verpackungsart;
    • unterstützen die Haltbarkeit von Waren und schützen Produkte vor äußeren Einflüssen;
    • dienen auch werblichen Zwecken;
    • betreffen die meisten Supermarktprodukte wie Müslikartons, Saftflaschen oder Pralinenschachteln.
  • Serviceverpackungen
    • sind kurzlebige Verpackungen;
    • werden häufig in der Gastronomie eingesetzt, um Lebensmittel kurzfristig bis zum direkten Verzehr zu schützen;
    • betreffen etwa Pizzakartons, Coffee-to-go-Becher, Bäckereitüten.
  • Versandverpackungen
    • sind vor allem im Onlinehandel verbreitet;
    • dienen Händlern oft als Verpackung für die Zusammenstellung mehrerer Waren;
    • betreffen Versandkartons und Versandtaschen aus Plastik.
  • Transportverpackungen:
    • verbleiben im Handel beziehungsweise B2B-Bereich;
    • dienen der effizienten Lagerung und Distribution von Waren;
    • betreffen etwa Paletten mit Produkten wie Getränkedosen oder Joghurtbechern.

 

 

Verpackungsmaterialien – vor allem aus Pappe und Papier

Die häufigsten Verpackungsmaterialien sind Pappe und Papier, die vor allem im Versandhandel verwendet werden. Die meisten Produktverpackungen wiederum bestehen aus Kunststoff. Außerdem werden Glas und Metalle eingesetzt, ebenso Aluminium. Auch natürliche Materialien wie Holz, Baumwolle und Kork finden sich in diversen Verpackungsarten wieder.

 

Der Weg zu einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft

Durch den allgegenwärtigen Einsatz von Verpackungen und der doch eher kurzen Verwertungsdauer wird viel Müll produziert. Viele Verpackungen sind aus Kunststoff, etwa biologisch schlecht bis gar nicht abbaubares Plastik. Die negativen Auswirkungen für die Umwelt sind entsprechend groß. Deshalb werden bereits seit Jahren Möglichkeiten gesucht, die Menge des Verpackungsmülls zu reduzieren beziehungsweise den Einsatz von Verpackungen möglichst ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich effizient zu gestalten. Dabei werden viele Ansätze verfolgt, wie der Verpackungsverkehr nachhaltig gestaltet werden kann. Drei gute Möglichkeiten davon sind:

 

Recycling

Um den Verpackungsmüll zu reduzieren, können Mehrwegboxen eingesetzt werden. Besonders im E-Commerce können nachhaltige Alternativen wie Mehrwegversandtaschen eingesetzt werden. In der Industrie können Verpackungen nach einer Reinigung erneut verwendet werden. Selbst Materialrückstände von Öl können entfernt und die entsprechende Verpackung recycelt werden. 
 
 
 
Flexible Verpackungen
 
Um den Transport effizienter zu gestalten, muss das Verpackungsvolumen möglichst dem Warenvolumen entsprechen. Zu große Verpackungen sind unökonomisch. Derzeit wird noch zu viel „Luft“ verschickt. Damit Logistiker keinen Bestand an Verpackungen unterschiedlicher Größe aufbauen müssen, haben sich höhenverstellbare Lösungen etabliert. Deckel von Kartons sind mit Rillen versehen, sodass sie sich flexibel in der Höhe einstellen lassen. Je nach Bedarf kann das Volumen der Verpackung vergrößert oder verkleinert werden. 

 

Alternatives Füllmaterial
 
Der Transportschutz selbst kann ebenfalls nachhaltiger gestaltet werden, beispielsweise indem Luftpolsterfolie durch plastikfreie Alternativen ersetzt wird. Verfolgt werden derzeit Ansätze, die dem Prinzip der Luftpolsterfolie folgen, aber aus Papier oder Zuckerrohr hergestellt werden. Sie bieten den gleichen Schutz wie ihr Vorbild aus Plastik, sind jedoch biologisch abbaubar. Wer auf plastikbasiertes Füllmaterial verzichten will, kann stattdessen auch Holzwolle oder geraffte Papierbahnen als Polster einsetzen.

 

Verpackungen umgeben uns als Konsumenten jeden Tag und sind in sämtlichen Industriezweigen im Einsatz. Das Problem: Viele Verpackungsarten sind von einer geringen Wiederverwendbarkeit gekennzeichnet, was für große Müllmengen sorgt. Doch Politik, Wirtschaft und Forschung sind bemüht, die Verpackungswirtschaft nachhaltig zu gestalten. Die Möglichkeiten sind hierfür noch lange nicht ausgeschöpft.

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