Wichtiger denn je: Intelligentes Retourenmanagement

Je mehr Ware online gekauft wird, desto mehr Ware wird auch wieder zurückgeschickt: 2020 wurden Schätzungen zufolge 315 Millionen Pakete retourniert. Damit ist Deutschland in puncto Retouren in Europa auf Platz eins. Was für den Kunden komfortabel ist, stellt den Logistiker vor eine Herausforderung: Auch wenn die meist kostenlosen Retouren als Teil des jeweiligen Geschäftsmodells fest eingeplant sind, ist die Rücknahmelogistik komplex und unübersichtlich. Die einzelnen Prozesse innerhalb der sogenannten Reverse-Supply-Chain müssen reibungslos abgewickelt werden, denn wie so oft gilt auch hierbei: Zeit ist Geld.
Gemäß einer Umfrage des EHI Retail Institutes unter Online-Händlern fallen pro Rücksendung Kosten von bis zu 20 Euro an. Besonders anfällig für Retouren ist die Modebranche: In dieser geht etwa jedes zweite Paket zurück – mit Blick auf Umwelt und Kosten ein Übel. Zwar zählen Retouren zum Unternehmensalltag, doch sollten sie möglichst vermieden oder zumindest schnell abgewickelt werden.
Mittlerweile haben die ersten Online-Modehändler Gebühren für Rücksendungen eingeführt: Zalando verlangt künftig 1,95 Euro pro Paket, der japanische Modehändler Uniqlo noch einen Euro mehr.
Man unterscheidet zwischen dem präventiven und dem reaktiven Retourenmanagement. Das präventive Retourenmanagement soll die Notwendigkeit des kostspieligen Rückversands vorbeugend verringern, also die Retourenquote senken. 
 
Präventivmaßnahmen zur Minimierung von Retouren:
 
  • Ständig Ware prüfen: Der Kunde muss sich auf die gewünschte Qualität des Produkts verlassen können.
  • Sichere Verpackungsart: Die Ware muss unbeschädigt beim Kunden ankommen.
  • Zuverlässiger Kurierdienst: Eine rechtzeitige Lieferung ist die Voraussetzung dafür, dass der Kunde zufrieden ist.
  • Detaillierte Informationen im Online-Shop: Produktbeschreibungen, Video- oder Bildmaterial schützen davor, dass die Ware nur aus Ansichtsgründen gekauft wird.
  • Fragen der Kunden berücksichtigen: FAQ-Seiten oder eine persönliche Chatfunktion können für den Kunden Entscheidungshilfen vor dem Kauf sein. 
  • Bewertungen transparent machen: Ausführliche Beschreibungen anderer Kunden schützen davor, dass das Produkt nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.
An einem reaktiven Retourenmanagement führt kein Weg vorbei
Obwohl die Präventivmaßnahmen greifen und die Retourenquote verringern, bleiben Rücksendungen in Zeiten des E-Commerce Standard. Deshalb braucht es ein effizientes System, um den Aufwand, der durch die Retouren entsteht, möglichst gering zu halten. Mit der Handhabung und der Wiedereingliederung in den Warenbestand beschäftigt sich das reaktive Retourenmanagement: 
 
 BU: Die Ware durchläuft bei der Retourenabwicklung verschiedene Stationen, bevor sie weiterverkauft wird.
Der Empfang von zurückgesendeten Waren läuft parallel zum üblichen Wareneingang. Von dort aus geht es für die einzelnen Artikel zur Qualitätskontrolle, bevor sie anschließend erneut verpackt, eingelagert und für den Wiederverkauf vorbereitet werden. Die Automatisierung von Prozessen ist ein wichtiger Baustein, um das Retourenmanagement zu optimieren.
Um am Wareneingang nicht von einer Flut von Retouren überrascht zu werden, kann die Rücksendung mit dem Versanddienst synchronisiert werden. Bei der digitalen Nachverfolgung werden die Lagerbestände automatisch aktualisiert. Teilweise sind Produkte wieder auf den Verkaufskanälen sichtbar, bevor sie erneut eingelagert werden. Zusätzlich werden bei der Warenannahme Bestelldaten und Rücksendegründe in einem ERP-System (Enterprise-Resource-Planning-System), einer unternehmensinternen Datenbank zur Prozessoptimierung, erfasst: So können Fehler beim Versand identifiziert und beseitigt werden. Außerdem liefern die Daten der beigelegten Rücklieferungsformulare die Grundlage für das präventive Retourenmanagement.  
Die akribische Qualitätskontrolle ist der aufwendigste Schritt bei Rücksendungen. Heutzutage helfen Smart-Sorting-Systeme bei der Kontrolle: Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren (u. a. Ursprungswert, Zustand, aktuelle Nachfrage nach dem Artikel, Wiederaufbereitungskosten) führt das System eine Echtzeitanalyse der Artikel durch. Auf diese Weise kann effizient bestimmt werden, ob und wie sich die Wiederaufnahme in das Sortiment am meisten lohnt.
Nach der Qualitätskontrolle geht es je nach Zustand zur Neuverpackung, zur Aufbereitung oder zum Recycling. In Härtefällen wird die Ware auch entsorgt, doch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft haben für einen Mentalitätswandel gesorgt. Mit smarten Logistikprozessen fügen sich die retournierten Artikel nahtlos in das herkömmliche Versandgeschäft ein. Automatisierte Prozesse am Wareneingang und insbesondere bei der Qualitätsprüfung minimieren die Durchlaufzeit, sparen Kosten und optimieren so das Retourenmanagement.

Bundes-Immissionsschutzgesetz: strenge Regeln zum Schutz von Mensch und Natur

Im Kampf gegen den Klimawandel und für verbesserten Ressourcenschutz wird ein bestimmtes Gesetz immer wichtiger: das Bundes-Immissionsschutzgesetz, abgekürzt BImSchG. 1974 ist es in Kraft getreten, weil damals der Schadstoffausstoß durch Industrie und Wirtschaft problematisch für Deutschland geworden war. Seitdem bildet das BImSchG den Kern des deutschen Immissionsschutzrechts. Es geht darin um viel mehr als nur um saubere Luft.

In Absatz 1 des Paragrafen 1 des Gesetzes steht: „Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.“ Und in Absatz 2 heißt es: „Soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, dient dieses Gesetz auch

  • der integrierten Vermeidung und Verminderung schädlicher Umwelteinwirkungen durch Emissionen in Luft, Wasser und Boden unter Einbeziehung der Abfallwirtschaft, um ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt zu erreichen, sowie

  • dem Schutz und der Vorsorge gegen Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen, die auf andere Weise herbeigeführt werden.“

Dieses Gesetz gilt für die Errichtung und den Betrieb von Anlagen sowie für das Herstellen und Inverkehrbringen von Anlagen, Brennstoffen oder Treibstoffen und damit Gefahrgut. Somit müssen auch die Betreiber von Logistikimmobilien sich mit dem BImSchG auseinandersetzen. Es geht dabei nicht nur um die Lagerung gefährlicher Güter, sondern auch um Abluft sowie Lärm und Abgase durch den Lieferverkehr.

Wie die Inflation die deutsche Logistikbranche ins Schlingern bringt

Es ist keine gute Zeit für die deutsche Wirtschaft. Erst kamen die Coronapandemie und ihre Nachwirkungen, dann stieg die Inflation. Und schließlich sorgt der Krieg in der Ukraine für ungeahnte negative Folgen bis hin zu einer enormen Rohstoffverknappung, was wiederum die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit vierzig Jahren trieb.

Gerade die Logistikbranche spürt diese Folgen. Schon im März dieses Jahres war ein Großteil der deutschen Lagerlogistikunternehmen besorgt über ihre künftige Geschäftsentwicklung. Grund: die Inflation. Für fast alle Betriebe waren vor allem die Kostensteigerungen für Energie und Verpackungen belastend. Manche mussten für Verpackungskartons gar dreimal so viel bezahlen, wie noch 2021.

Lagerausstattung – was in ein ordentliches Lager gehört

Innerhalb einer Lagerhalle gibt es verschiedene Möglichkeiten der Ausstattung. Dies betrifft sowohl die verschiedenen Arten der Regalsysteme, welche den Kern einer jeder Halle bilden, als auch zusätzliche intralogistische Hilfsmittel. Bei Fragen der Lagerausstattung geht es also um die Hardware in den Logistikimmobilien.

Lagerflächen sind das wertvollste Gut in der Logistikbranche. Im Zuge des stark wachsenden Onlinehandels sind Logistikimmobilien äußerst begehrt und daher auch kostspielig. Daher gilt es, die hochwertigen Flächen effizient zu nutzen. Die Art, wie ein Lager genutzt wird, richtet sich nach gelagerter Ware sowie den Betriebsabläufen des jeweiligen Unternehmens. Beispielsweise gibt es diverse Arten von Lagerregalsystemen. Am häufigsten in der Anwendung ist das Hochregallager, welches sich durch seine äußerst effiziente Raumausnutzung auszeichnet – mehr dazu in unserem Blogbeitrag über Hochregallager.

Für eine generelle effiziente Bedienung eines Lagerobjekts werden die passenden Regalarten mit Lagerbühnen ergänzt und mittels Transportwagen oder gegebenenfalls Kränen bedient. Viele Lager sind flexibel nutzbar, die Aufbewahrung verschiedenster Produkte ist dadurch möglich. Andere, eher spezielle Immobilien hingegen sind auf eine bestimmte Produktkategorie wie etwa Tiefkühlware in der Lebensmittellogistik oder pharmazeutische Erzeugnisse ausgelegt. In solchen klimatisierten Objekten umfasst die Lagerausstattung dann spezielle Lebensmittelbehälter, Sichtlagerkästen oder besondere Kühlboxen.

Große Vielfalt, große Herausforderung – Verpackungsarten in der Logistik

Eine Verpackung wird definiert als eine ein- oder mehrfach vorgenommene Umhüllung eines Produkts. Diese dient dem Schutz, der Einteilung, der Lagerung, dem Transport sowie der Vermarktung von Waren. Besonders im Onlinehandel sind Verpackungen wichtig, damit Produkte unbeschadet und frisch (Lebensmittelhandel) von den Lagerhallen der Unternehmen zu den Käufern transportiert werden können.

Welche Branche sich mit Fragen des korrekten Verpackungssystems beschäftigt und welche Verpackungsarten es gibt, erfahren Sie hier in unserem Blog.

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