Die aktuelle geopolitische Lage – insbesondere rund um den Iran-Konflikt und die steigenden Ölpreise – zeigt einmal mehr, wie anfällig globale Lieferketten weiterhin sind. Transportkosten steigen, Routen werden unsicherer und Unternehmen sehen sich erneut mit kurzfristigen Anpassungen konfrontiert.
Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Denn trotz der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren wirken viele Supply Chains heute strukturell kaum robuster als zuvor.
Steigende Transportkosten sind kein neues Phänomen in der Logistik. Über viele Monate hinweg war das Thema jedoch deutlich in den Hintergrund gerückt. Preise hatten sich stabilisiert, Ausschreibungen wurden wieder planbarer und Kalkulationen verlässlicher.
Mit der aktuellen geopolitischen Entwicklung – insbesondere rund um den Iran-Konflikt – verändert sich dieses Bild spürbar. Der Ölpreis steigt deutlich, Märkte reagieren zunehmend volatil und Transportkosten rücken wieder in den Fokus logistischer Entscheidungen.
Flexibilität wird wichtiger als Kostenoptimierung
In Ausschreibungen und Vergabeprozessen spielt der Preis traditionell eine zentrale Rolle. Angebote werden verglichen, Kalkulationen geprüft und häufig entscheidet am Ende der wirtschaftlich günstigste Anbieter. Dieses Vorgehen hat lange gut funktioniert, insbesondere bei stabilen Mengen und klar definierten Prozessen.
Energieverfügbarkeit verändert die Standortlogik in der Logistik
Die Bewertung von Logistikstandorten verändert sich. Lange Zeit standen Lage, Mietkosten, Hallenhöhe und Verkehrsanbindung im Mittelpunkt von Standortentscheidungen. Diese Faktoren bleiben wichtig. Gleichzeitig rückt ein weiterer Punkt zunehmend in den Vordergrund: die verfügbare elektrische Anschlussleistung.
Ostern ist für viele Menschen vor allem ein langes Wochenende, Familienzeit und natürlich Schokolade. Für Logistikdienstleister beginnt Ostern allerdings deutlich früher. Während Verbraucher erst kurz vor den Feiertagen an Schokohasen und bunte Eier denken, laufen in der Logistik die Vorbereitungen oft schon Monate vorher. Saisonale Peaks wie Ostern sind ein gutes Beispiel dafür, wie stark Logistik von Planung, Flexibilität und funktionierenden Strukturen abhängt.